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Zeitungsartikel

Bildungsminister informierte sich auch über deutsches Hochschulwesen

Gießen (pm). Auf fruchtbaren Boden trotz extrem schwieriger Rahmenbedingungen fällt eine Kooperation von Wissenschaftlern aus Afghanistan und Deutschland im Fach Geografie. Im Rahmen einer vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) organisierten Delegationsreise zu deutschen Hochschulen, mit denen Fachkooperationen innerhalb des DAAD-Programms für den akademischen Wiederaufbau in Afghanistan bestehen, machte der afghanische Bildungsminister Prof. Obaidullah Obaid auch in Gießen an der Justus-Liebig-Universität (JLU) Station. Der Minister und seine Begleiter nutzten die Gelegenheit, sich Einblicke in das deutsche Wissenschafts- und Hochschulbildungswesen zu verschaffen. In Gießen interessierten ihn und weitere Gäste vor allem auch Best-Practise-Beispiele der Zusammenarbeit.

JLU-Präsident und DAAD-Vizepräsident Prof. Joybrato Mukherjee begrüßte die Delegation im Senatssaal und überreichte Minister Prof. Obaid die Liebig-Gedenkmünze. Er hob hervor wie wichtig es sei, eine langfristige Stabilität in Afghanistan zu erreichen:

20121112 nationalatlas giessener allgemeine

Es kommt nun darauf an, nachhaltige Strukturen im Hochschulsystem aufzubauen. Wir nehmen an der Justus-Liebig-Universität die Verantwortung gegenüber unseren Kooperationspartnern sehr ernst.

Prof. Joybrato Mukherjee

Die Delegation aus Afghanistan zu Gast in Gießen (v. l.): Prof. Mokamel Alokozai (Präsident Balkh Universität), Prof. Obaidullah Obaid (Bildungsminister), Dr. Azizullah Amir (Leiter "Außenbeziehungen" im Ministerium), JLU-Präsident Prof. Joybrato Mukherjee, Prof. Andreas Dittmann (Institut für Geographie der JLU) und Prof. Sardar M. Kohistani (Department of Geography Kabul Universität und Mitarbeiter im Atlas-Projekt). (Giessener Allgemeine, fm)

Prof. Andreas Dittmann als Projektverantwortlicher der JLU für die Fachkooperation mit Afghanistan sowie die Diplom-Geografen André Staarmann und Bernd Goecke informierten die Gäste über den aktuellen Stand der Aktivitäten.

Insbesondere standen gemeinsame Forschungsprojekte sowie Lehrkooperationen im Fokus des Informationsaustausches am späten Nachmittag. Vorgestellt wurde das gemeinsame, vom DAAD unterstützte Forschungsprojekt "National Atlas of Afghanistan". Dieser Nationalatlas soll im nächsten Jahr fertiggestellt und gedruckt werden. Davon zeigte sich der Bildungsminister sehr beeindruckt.

GIESSENER ALLGEMEINE (2012): Atlas für Afghanistan entsteht in Gießen. Bildungsminister informierte sich auch über deutsches Hochschulwesen.