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Presse

DAAD-gefördertes Forschungsprojekt gibt Akteurinnen und Akteuren aus Politik und Wirtschaft erstmals verlässliche Informationen

Für viele Akteurinnen und Akteure in Politik und Wirtschaft gleicht Afghanistan in großen Teilen einem weißen Fleck auf der Landkarte. Der neue „National Atlas of Afghanistan“ will dies ändern – denn nur wer verlässliche Informationen hat, kann tragfähige Entscheidungen treffen. In einem vom DAAD geförderten Projekt haben Geographinnen und Geographen der JLU mit ihren Kolleginnen und Kollegen in Afghanistan unter Leitung von Prof. Dr. Andreas Dittmann an einer aktuellen Datensammlung zur physischen, ökonomischen und politischen Geographie des Landes gearbeitet. Diese Informationen stehen nun in einem mehr als hundert Seiten starken Nationalatlas gesammelt zur Verfügung.

Kulturgespräch am 9.1.2015 mit Andreas Dittmann

Wie gibt sich eigentlich eine zerrütte, ja, zerstörte Nation so etwas wie ein neues Gesicht, wenn eine große Mehrheit der Menschen kaum mehr überblickt als den eigenen Landstrich, das eigene Stammesterritorium, wenn das Land zerfällt in regionale Interessen. Wie soll dann so etwas wie ein Wiederaufbau als gemeinsames Projekt möglich werden? Das Fallbeispiel ist natürlich Afghanistan und ein Beispiel dafür, welchen Beitrag die Geografie dazu leisten kann, den Menschen das Bewusstsein wiederzugeben für ihren gemeinsamen Staat, für die Existenz einer gemeinsamen Identität.

Dafür haben die Geografen der Universität Gießen einen völlig neuen Nationalatlas für Afghanistan entwickelt. Prof. Andreas Dittmann ist Geograf an der Universität Gießen und Vorsitzender der Deutsch-Afghanischen Universitätsgesellschaft in Bonn.

Gießener Geograf über den Wiederaufbau in dem krisengeschüttelten Land

Afghanistan gleicht für viele Menschen einem weißen Fleck auf der Landkarte. Auch viele Akteure aus der Politik wissen nach Einschätzung von Forschern der Just-Liebig-Universität Gießen zu wenig über die Region. Ihr Nationalatlas Afghanistan, gefördert vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD), soll das ändern. Projektleiter Andreas Dittmann erklärt im Interview, welches Engagement für den Wiederaufbau des Landes besonders wichtig ist und wo die größten Herausforderungen liegen.

Bildungsminister informierte sich auch über deutsches Hochschulwesen

Gießen (pm). Auf fruchtbaren Boden trotz extrem schwieriger Rahmenbedingungen fällt eine Kooperation von Wissenschaftlern aus Afghanistan und Deutschland im Fach Geografie. Im Rahmen einer vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) organisierten Delegationsreise zu deutschen Hochschulen, mit denen Fachkooperationen innerhalb des DAAD-Programms für den akademischen Wiederaufbau in Afghanistan bestehen, machte der afghanische Bildungsminister Prof. Obaidullah Obaid auch in Gießen an der Justus-Liebig-Universität (JLU) Station. Der Minister und seine Begleiter nutzten die Gelegenheit, sich Einblicke in das deutsche Wissenschafts- und Hochschulbildungswesen zu verschaffen. In Gießen interessierten ihn und weitere Gäste vor allem auch Best-Practise-Beispiele der Zusammenarbeit.